24.10.07

Ubuntu "Gutsy Gibbon" 7.10 freigegeben / MOTU-Hopeful

Link: http://wiki.ubuntuusers.de/Gutsy_Gibbon

Schon vor ein paar Tagen, am 18.10., wurde Ubuntu 7.10 "Gutsy Gibbon" ("mutiger Gibbon") planmäßig freigegeben.

Weisshandgibbon (kleiner Menschenaffe)

Der Name soll offenbar widerspiegeln, dass bei der Planung vor 6 Monaten mutige Neuerungen (z.B. standardmäßig aktivierte Desktop-Effekte und NTFS-Schreibsupport) und das Hangeln zwischen verschiedenen Projekt-Zweigen im Vordergrund standen.

Gutsy ist kein "Long Term Support"-Release (für 3 Jahre auf dem Desktop und 5 Jahre auf Servern unterstützt), sondern erst die in 6 Monaten erscheinende Nachfolgerversion "Hardy Heron" - und das war wohl eine gute Gelegenheit, um Vorbereitungen für Innovationen wie AppArmor zu treffen: dieses ist in Gutsy enthalten, wird aber standardmäßig nur genutzt, um das Drucksystem CUPS abzusichern.
Ähnlich sieht es mit den Desktop-Effekten aus: diese beruhen auf der ersten Version der Zusammenführung von compiz und beryl - auch hier gibt es viele Möglichkeiten, dies für die nächste Ubuntu-Version zu stabilisieren.. ;)

Da Ubuntu auf Open-Source-Software beruht kann sich jeder an der Entwicklung beteiligen und ich habe das während der letzten Monate zum Anlass genommen, mich in die Abläufe der Ubuntu-Entwicklung einzuarbeiten: zunächst durch Fehlerberichte, dann Fehlersichtungen ("bug triaging") und zum Ende hin auch durch Fehlerbehebungen - dazu gehört auch das Paketieren von vorhandenen Patches.
Die dann bereitgestellten "debdiffs" (Differenzen zum derzeitigen Paket im Archiv) konnten dann von Upload-berechtigten Entwicklern geprüft und hochgeladen werden.

Insgesamt sind die vorhandenen Prozesse und Methoden natürlich sehr umfangreich, aber es ist einfach, sich schrittweise weiter zu entwickeln. Das Ubuntu-Wiki hilft dabei ungemein - genauso wie die Community generell (z.B. #ubuntu-motu im IRC oder die verschiedenen Mailinglisten).

Mein Ziel für den jetzigen Entwicklungszyklus ist es nun, selber MOTU (Master of the Universe) zu werden.
MOTUs sind zuständig für die Pakete in der "universe"-Quelle (Pakete, die nicht direkt von Canonical, der Firma hinter Ubuntu, unterstützt werden - diese befinden sich in der "main"-Quelle).
Falls ich MOTU werden sollte, bin ich dort dann uploadberechtigt und kann meine Änderungen direkt selber hochladen, ohne dass sie gesponsort werden müssen - bzw kann ich natürlich auch selber als Sponsor für Uploads ins Universum tätig werden.. :)

Von Daniel in Ubuntu24.10.07 German (DE) E-Mail
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5 Kommentare

Kommentar von: Fueguito [Mitglied] E-Mail
Good luck then! Master of the Universe klingt ziemlich spannend! Schoen mal nen Einblick zu gewinnen. Wusste zwar, dass es open source ist, aber nicht wie das ganze im Hintergrund laeuft.

Wie wird man MOTU? Gibts ne Pruefung oder schauen sie sich an, was du vorher so abgeliefert hast?
24.10.07 @ 07:25
Kommentar von: claudia [Mitglied] E-Mail
als erstes bedanke ich mich für den eintrag in deutsch! so verstehe ich doch ein wenig, was du berichtest und es imponiert mir. herzlichen glückwunsch zum erfolg deiner mitarbeit!!

24.10.07 @ 11:48
Kommentar von: eVa [Mitglied] E-Mail
wow klingt sehr spannend, v.a. the master of the universe part!
25.10.07 @ 01:27
Kommentar von: Martin Dix [Besucher] E-Mail
Martin DixSieh an sieh an. Respekt!
25.10.07 @ 01:33
Kommentar von: Daniel [Mitglied] E-Mail
Um MOTU zu werden, bewirbt man sich formlos beim MOTU Council. Siehe "Prospective Developers".
25.10.07 @ 01:36

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