Kategorien: computer, hardware

25.09.08

Looking for friends on Freenet

Freenet Project ist ein wunderbares Projekt, welches innerhalb des Internets ein "freies" Netz abbildet. "Frei" im Sinne von Zensur und Anonymität.

Im Prinzip hat man einen Dienst auf dem Rechner laufen, der sich in dieses Netz einklinkt, beständig Daten austauscht und über den man dann selber auf dieses Netzwerk zugreifen kann.

Im Grunde also wie das Internet, nur eben das innerhalb des Freenets alles anonym abläuft und man selber als Server fungiert: es werden Inhalte auf dem eigenen Rechner (verschlüsselt) zwischengespeichert, die dann von anderen abgerufen werden können.
Man kann natürlich auch dort seine Identität preisgeben, bzw mehrere Identitäten verwenden, aber es besteht nicht die Möglichkeit, jemanden anhand seiner IP-Adresse zurückzuverfolgen (wie es im Internet möglich ist).

Diese Anonymität ist ein riesiger Vorteil für Menschen, die über Dinge berichten (oder sich darüber informieren möchten), die sie das Leben kosten könnte. Immerhin gibt es viele Staaten, in denen man gewisse Dinge nicht veröffentlichen darf.

Ich nutze Freenet schon seit einiger Zeit mehr oder weniger intensiv und im Grunde ist es schon langsam und schnell langweilig, aber die Idee dahinter gilt es zu unterstützen.
Deshalb rufe ich dazu auf: Installiert Freenet bei euch, und wenn ihr mich (gerne auch im größeren Sinne) kennt, schickt mir eine Mail/private Nachricht, so dass wir uns als Freunde einrichten können.

Jemanden als Freund hinzuzufügen hat den großen Vorteil, dass man sich nicht mehr mit "Fremden" verbinden muss (etwa ab 5 Freunden ist dies machbar) - das erhöht die Sicherheit im Sinne der Anonymität.
Ich habe Freenet lokal auf meinem Rechner am Laufen, sowie auch auf meinem Webserver (der natürlich beständig online ist). Also hättet ihr direkt zwei Freunde, wenn ihr euch mit mir verbinden wollt.

Es gibt übrigens auch einen Freenet Web Proxy, der es einem erlaubt aus dem Internet (WWW) auf das Freenet zuzugreifen. Aus verständlichen (und gleichzeitig ärgerlichen) Gründen werden Bilder allerdings dort nicht angezeigt.
Dieser Proxy bietet zugriff auf die sogenannten "Freesites" (entsprechend der bekannten Websites). Es gibt aber auch andere Dienste, die über das Freenet funktionieren, wie z.B. FMS (Freenet Messaging Service), der ähnlich wie das Usenet funktioniert - also das Austauschen von Nachrichten in "Boards" (zu bestimmten Themen) erlaubt.
Gleichzeitig gibt es auch Programme für Tauschbörsen (wo man anonym Daten hoch- und herunterladen kann) - was aber auch oft direkt über Freesites gemacht wird.

Es gibt viele Leute, die sagen, dass das Freenet die ideale Spielwiese für Pädophile wäre (und in der Tat gibt es dort Kinderpornographie), aber es ist meiner Meinung nach falsch, es deswegen prinzipiell abzulehnen - denn es gibt auch im normalen Internet natürlich Pädophile (und entsprechende Angebote). Es gilt halt, sich in einem "Porn Index" die Titel der Links anzuschauen, bevor man draufklickt.. ;)
Vielmehr geht es darum, dieses Netzwerk und die Idee dahinter weiter auszubauen (wodurch es auch schneller wird).

In dem Zusammenhang auch noch ein sehr berührendes Zitat (kopiert von der Freenet-Seite):

"I worry about my child and the Internet all the time, even though she's too young to have logged on yet. Here's what I worry about. I worry that 10 or 15 years from now, she will come to me and say 'Daddy, where were you when they took freedom of the press away from the Internet?'"
--Mike Godwin, Electronic Frontier Foundation

Deshalb, auch wenn ich mich tagelang auch nicht selber ins Freenet einlogge, stelle ich Bandbreite und Speicherplatz zur Verfügung - beides ist in unseren Breitengraden ja in der Regel zuhauf vorhanden.

Wer Rat beim Einrichten eines Freenet-Clients im OpenVZ-Container (oder ähnlichem) benötigt, kann mich gerne anschreiben oder -sprechen.. :)

Weitere Informationen zum Thema Freenet gibt es in der Wikipedia.

Einen Freenet-Client kann man sich hier herunterladen. Freenet läuft in Java, also im Prinzip auf jedem Betriebssystem (auf dem Java vorhanden ist).

07.07.07

Das Internet ist eine Blümchenwiese - per Definition

Der CCC weist zur Zeit auf seiner Startseite auf den §202c-StGB hin:

Von Daniel in Privacy, computer, Security, Recht07.07.07 German (DE) E-Mail
Schlagworte: , , ,

31.01.07

20.11.06

Natürlich und ergonomisch auf Microsoft hacken

Habe mir eine neue Tastatur (Microsoft Natural Ergonomic Keyboard) gegönnt. Sehr komfortabel und "ermuntert" einen zum 10-Finger-Tippen bzw "Touch-Typing".

Für Linux kann ich da ein nettes Programm empfehlen: KTouch.

Noch falle ich des öfteren zu meinem alten Schreibstil zurück, aber das kann nur besser werden.. :)

Von Daniel in musthaves, hardware20.11.06 German (DE) E-Mail
Schlagworte: ,

14.09.06

WD1500AHFD aka Raptor

Habe mir eine neue Festplatte gegönnt. 10000 Umdrehungen pro Minute und dadurch sehr schnell. Wohl momentan die schnellste nicht-SCSI-Festplatte.

Aufgrund der Lieferbarkeit habe ich die Version gewählt, die eine Plexiglasscheibe hat, wodurch man den (obersten) Schreibkopf sehen kann. In einem Festplattenkäfig sieht man davon aber nicht sehr viel:

Eingebaute Raptor-Festplatte

Ausserdem ist das Tower-Gehäuse natürlich nicht durchsichtig.. ;)

Bevor ich mein bestehendes Ubuntu-System auf die neue Platte kopiert habe, wurde die Partition mit ReiserFS formatiert.

Benchmarks:

$ sudo hdparm -tT /dev/sda
/dev/sda:
 Timing cached reads:   2716 MB in  2.00 seconds = 1357.92 MB/sec
 Timing buffered disk reads:  248 MB in  3.01 seconds =  82.44 MB/sec

Sehr zu empfehlen und nicht übermässig laut - jedenfalls nicht lauter als mein Grafikkartenlüfter, der wohl als nächstes ersetzt werden sollte.

Derzeit bin ich unter Ubuntu Karmic mit cryptsetup+RAID+LVM bei weitaus weniger:

/dev/sda:
 Timing cached reads:   1252 MB in  2.00 seconds = 625.58 MB/sec
 Timing buffered disk reads:  202 MB in  3.01 seconds =  67.11 MB/sec
Von Daniel in hardware14.09.06 German (DE) E-Mail
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